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Feiertage in Deutschland – einfach erklärt

In Deutschland gibt es neun bundesweite gesetzliche Feiertage; alle weiteren Feiertage legen die einzelnen Bundesländer selbst fest.

Feiertage in Deutschland sind gesetzlich geschützte Tage, an denen die Arbeit grundsätzlich ruht und die mit besonderen Regeln für Arbeitszeit, Vergütung und Beschäftigungsschutz verbunden sind. Charakteristisch für die Feiertage in Deutschland ist die föderale Struktur: Bundesweit arbeitsfrei sind lediglich neun Tage, während alle weiteren Feiertage von den einzelnen Bundesländern festgelegt werden. Welche Feiertage in Deutschland an einem bestimmten Ort gelten, hängt damit maßgeblich vom jeweiligen Bundesland ab.

Die neun bundesweit einheitlichen Feiertage sind Neujahr (1. Januar), Karfreitag, Ostermontag, der Tag der Arbeit (1. Mai), Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, der Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober) sowie der erste und zweite Weihnachtsfeiertag (25. und 26. Dezember). Diese Tage gelten in allen 16 Bundesländern. Sie bilden den gemeinsamen Kern der Feiertage in Deutschland, auf den sich alle Beschäftigten unabhängig vom Beschäftigungsort verlassen können.

Darüber hinaus bestimmt jedes Bundesland eigene Feiertage, die häufig konfessionell oder historisch geprägt sind. Heilige Drei Könige (6. Januar) gelten in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt; Fronleichnam unter anderem in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland; Allerheiligen (1. November) in den überwiegend katholisch geprägten Ländern. Der Reformationstag (31. Oktober) ist in neun nord- und ostdeutschen Ländern frei, der Buß- und Bettag nur in Sachsen. Der Internationale Frauentag (8. März) gilt in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern, der Weltkindertag (20. September) in Thüringen und Mariä Himmelfahrt (15. August) im Saarland sowie in Teilen Bayerns. Diese regionale Vielfalt macht die Feiertage in Deutschland im Vergleich besonders kleinteilig.

Ein wesentliches Merkmal sind die beweglichen Feiertage. Karfreitag, Ostermontag, Christi Himmelfahrt und Pfingstmontag hängen vom Osterdatum ab und fallen daher jedes Jahr auf ein anderes Kalenderdatum. Anders als in manchen anderen Ländern gibt es in Deutschland keinen Ersatzruhetag: Fällt ein Feiertag auf ein Wochenende, verfällt der zusätzliche freie Tag faktisch. Für die Planung von Schichten, Urlaub und Personalkapazität ist dieser Umstand jedes Jahr aufs Neue zu berücksichtigen.

Der allgemeine rechtliche und fachliche Rahmen der Feiertage in Deutschland ergibt sich aus den Feiertagsgesetzen der Bundesländer sowie aus arbeitsrechtlichen Bestimmungen. Daraus folgt etwa, dass die korrekte Zuordnung für Arbeitszeit und Lohn entscheidend ist: Ob Feiertagszuschläge oder eine Feiertagsvergütung anfallen, richtet sich danach, ob am jeweiligen Beschäftigungsort tatsächlich ein gesetzlicher Feiertag gilt. Diese Darstellung ist eine allgemeine Information und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall.

In der betrieblichen Praxis hat dies unmittelbare Bedeutung. Ein Unternehmen mit Standorten in mehreren Bundesländern muss für jeden Beschäftigten den passenden Feiertagskalender führen. Ein Beispiel: Arbeitet ein Team am 1. November in Nordrhein-Westfalen, ist dort Allerheiligen ein gesetzlicher Feiertag und die Belegschaft hat frei; Kolleginnen und Kollegen im benachbarten Niedersachsen arbeiten am selben Tag regulär. Ohne saubere Zuordnung entstehen schnell Fehler bei Sollstunden, Zuschlägen und Lohnabrechnung.

Für die Zeiterfassung und Arbeitszeiterfassung sind die Feiertage in Deutschland deshalb ein zentraler Stammdatenfaktor. Eine moderne Zeiterfassung hinterlegt pro Mitarbeitenden das maßgebliche Bundesland und blendet die jeweils gültigen Feiertage automatisch im Kalender und in den Stundenkonten ein. So wird an einem gesetzlichen Feiertag in der Regel keine Sollarbeitszeit angesetzt, und etwaige Feiertagsarbeit kann korrekt mit den zugehörigen Zuschlägen erfasst werden. Die beweglichen Feiertage lassen sich über die Osterformel Jahr für Jahr automatisch berechnen und fortschreiben.

Häufig gestellte Fragen: Gelten die Feiertage in Deutschland überall gleich? Nein. Nur neun Feiertage sind bundesweit einheitlich; alle weiteren legen die Bundesländer fest, sodass der Beschäftigungsort entscheidend ist. Wird ein Feiertag nachgeholt, wenn er auf ein Wochenende fällt? In Deutschland gibt es keinen gesetzlichen Ersatzruhetag; der freie Tag entfällt dann faktisch. Wie unterscheiden sich die Feiertage im DACH-Raum? Österreich kennt 13 bundesweite Feiertage, während in der Schweiz nur der 1. August landesweit gesetzlich geregelt ist und alle übrigen Feiertage von den Kantonen bestimmt werden; diese Spezifika lassen sich nicht unbesehen auf Deutschland übertragen.

Feiertage in Deutschland: Bezug zur Zeiterfassung

  • Pro Mitarbeitenden wird das Bundesland hinterlegt – die passenden Feiertage fließen automatisch in Kalender und Stundenkonten ein.
  • An gesetzlichen Feiertagen wird in der Regel keine Sollarbeitszeit angesetzt; Feiertagsarbeit lässt sich mit Zuschlägen sauber erfassen.
  • Bewegliche Feiertage werden über die Osterformel jedes Jahr automatisch berechnet und fortgeschrieben.
  • Standortübergreifende Teams erhalten je nach Bundesland den jeweils korrekten Feiertagskalender.
  • Eine interaktive Übersicht je Bundesland bietet der Feiertags-Rechner unter /feiertage.
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Diese Definition erklärt Feiertage in Deutschland einfach und in eigenen Worten – die Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung. Quelle: Wikipedia.

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